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Wozu Diäten zum Abnehmen?

Wie lebt man gesund, hält sich fit und wie ernährt man sich am besten?
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tabledancer
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Mi Mai 16, 2018 12:23 am

Ich habe gerade zwei Stunden an einem Beitrag gesessen, der jetzt aber dank meiner Verbindung und einer mysteriösen Ursache eines unbekannten Problems einfach weg ist, ich daher not amused bin und schlecht drauf und echt keine Lust habe, alles noch mal neu aufzuschreiben, zu strukturieren, zu formatieren, stelle ich einfach die Frage lieblos in den Raum, wieso zum Teufel man hungern sollte, statt sich mit dem richtigen Zeug satt zu essen, Muskeln statt Fett abzubauen und auch dabei noch seine Gesundheit zu riskieren und ebenfalls seine gute Laune?
Was ist so toll an Diäten?
Gruß,
der, der auf Tischen tanzt
Hyphaema

Sa Mai 19, 2018 8:51 pm

Na ja, die Frage ist halt wie so oft: "Was will ich erreichen?".
Wenn ich einfach nur in sehr kurzer Zeit möglichst viel auf der Waage verlieren will, mir also egal ist, ob ich Wasser, Muskeln oder Fett abnehme um in irgendein Kleidungsstück für irgendein Event zu passen, dann sind "Diäten" bzw. "hungern" durchaus sinnvoll.
Wenn es aber darum gehen soll, gesünder, fitter, leistungsstärker und dauerhaft auch schlanker zu werden, bringen Diäten aus irgendwelchen Klatschblättern gar nichts, sondern nur eine dauerhafte Ernährungsumstellung.
Der Schlüssel ist ja durchaus weniger zu essen als man verbraucht, allerdings spielen da noch deutlich mehr Faktoren mit rein, als man zunächst vielleicht denken mag.
Um das Thema Ernährung ranken sich nach wie vor viele Mythen, also wäre zum einen schon mal wichtig zu sagen, dass der Körper NICHT auf diese ominöse "Sparflamme" stellt, wenn man eine Weile hungert und sich der sogenannte "Jo-Jo-Effekt" auch nicht daraus begründet, dass man seinen Stoffwechsel kaputt gehungert hat (um das zu schaffen muss man schon wirklich kurz vorm Abkratzen gewesen sein!), sondern weil man logischerweise durch eine Abnahme auch seinen Grundumsatz verringert (wer weniger wiegt, verbraucht weniger Kalorien), also insgesamt weniger essen kann also zuvor und weil man aufgrund des Heißhungers oft wieder mehr isst, als man sollte.

Und dennoch ist es für den Körper wichtig, dass zumindest immer genug Energie vorhanden ist, um die grundlegenden Funktionen zu gewährleisten und die Muskelmasse zu erhalten. Denn die Muskelmasse ist ja letztlich das, was wir behalten wollen, die unseren GU erhöht (wenn auch nicht so krass, wie man das vielleicht gern hätte) und uns straff und fest erscheinen lässt.
Hungert man also einfach nur ohne Sport zu treiben, tut der Körper genau das, was evolutionär erst mal sinnvoll erscheint - er baut Muskeln ab um Energie zu sparen.
Klar macht sich das dann auf der Waage bemerkbar und man ist erst einmal happy - letztendlich ist das aber auch ein Teufelskreis, denn man muss irgendwann immer weniger und weniger essen um noch Erfolge zu erzielen, da der Energieumsatz immer weiter sinkt.

Daher ist es mittlerweile nicht nur in der Fitness-Szene Konsens, dass der beste, also effizienteste Weg, einen gesunden und schlanken Körper zu erreichen, ein langfristiges, geringes bis mäßiges Kaloriendefizit (ca. 300kcal) bei regelmäßigem körperlichen Training ist. Am besten ist dabei eine Mischung aus Kraftsport (für den Muskelerhalt) und Kardio (hauptsächlich zur Fettverbrennung). Ausschließlich Kardio ist nicht zu empfehlen, da dadurch die Muskeln nicht ausreichend aktiviert werden, um sie langfristig bei einer defizitären Ernährung erhalten zu können.
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tabledancer
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Sa Mai 19, 2018 10:33 pm

Ja, der Jojo-Effekt, der einem NoNo schreien lässt...
Schnelle Gewichtsabnahme durch Hungern...
Klingt sehr toll und manche erliegen dann der Illusion, das wäre dauerhaft.
Ja, dauerhaft führt es dann zur Magersucht.
Also direkt mal in die Krankenschiene...
Essstörungen können dann auch an der Tagesordnung stehen.

Viel Wasser trinken hilft auch, besonders vor dem Essen und beim Essen.
Langkettige Kohlenhydrate und ungesättigte Fettsäuren. That's it.
Gruß,
der, der auf Tischen tanzt
Hyphaema

Do Mai 31, 2018 9:56 pm

tabledancer hat geschrieben:
Sa Mai 19, 2018 10:33 pm

Viel Wasser trinken hilft auch, besonders vor dem Essen und beim Essen.
Langkettige Kohlenhydrate und ungesättigte Fettsäuren. That's it.
Na ja, so "einfach" ist es halt nicht.
Grundsätzlich sind langkettige/komplexe Kohlenhydrate und ungesättigte Fettsäuren wichtig und gut, aber man kann auch mit gesunder Ernährung "fett" werden. Die Menge macht es halt, ebenso wie das Bewegungspensum. Es führt halt nichts daran vorbei, seinen Lebensstil komplett anzupassen oder gar zu ändern, wenn man dauerhaft schlanker und gesünder sein will. Sprich, achtsamere Ernährung, Fastfood und Süßes nur als Ausnahme und ausreichend Bewegung. Extreme sind in beide Richtungen schlecht, also sowohl Magersucht als auch Fettsucht. Essstörungen sind allerdings oft von der Ursache her komplexer, als dass man sagen könnte, man würde da durch eine Diät "einfach so" reinrutschen. Passieren kann das, passiert aber den wenigsten. Essstörungen haben vielmehr noch ganz andere, psychische Ursachen, die sie dann letztlich auch so schwer behandelbar machen.
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tabledancer
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Fr Jun 01, 2018 3:40 pm

Ich kenne eine mit Essstörung und sie hat auch noch Borderline. Ein gemeinsamer Krankenhausaufenthalt hat gezeigt, dass nicht nur die Behandlung schwierig ist, sondern sie noch schwieriger gemacht wird, aber das ist jetzt nur eine Bemerkung am Rande.

Ja, der Lebensstil an sich muss stimmen, aber ich dachte, das wäre sowieso schon klar. :D
Gruß,
der, der auf Tischen tanzt
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