Digitalisierung in Berufen - Was es bedeuten könnte

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wunderkind
Baby
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Registriert: Mi Mär 14, 2018 12:28 am

Sa Apr 07, 2018 6:08 pm

Um es einmal kurz salopp zu formulieren: die Berufswelt verändert sich, immer mehr Tablets schmuggeln sich in die Werkzeugskisten vieler Betriebe und bilden den Arbeitsalltag neu.
Egal, ob es Maler sind und Lackierer, die ihre Farben am Tablet mischen lassen und nun das klecksen mit den Farbeimern höchstens nur noch in der Freizeit veranstalten, Stuckateure zu imposanten 3D-Druckern greifen, Maurer ihre fabulösen Muster am PC kreieren, Handwerker immer mehr Maschinen einsetzen und die Handarbeit verdrängen, so bleiben Ausbildungen immer noch auf einem veralteten Stand sitzen.
Die Schulen vermitteln weiter ihre alten Schinken, während die Lehrlinge im Betrieb praktisch etwas anderes machen.
Natürlich ist das alte Wissen gut, denn auch um mit der Maschine all die Tätigkeiten zu erledigen, erfordert Wissen darüber, was wo hinkommt, aber die Theorie lehrt nicht den Umgang mit den verschiedenen Programmen.
Natürlich könnten sie das auch im Betrieb lernen, aber im Betrieb geht es doch darum, das praktisch auszuüben, was man in der Theorie lernt. Die Ausbildungsinhalte verändern sich also weitestgehend, warum bleibt der Ausbildungsinhalt gleich?
Wenn eine digitalisierte Arbeitswelt auf uns zukommt, muss man doch auch darauf vorbereiten, oder nicht?
In der Schule könnte es schon einmal damit anfangen, dass man mit der Excel-Tabelle werkelt, in den Ausbildungen in den jeweiligen Berufen in den Schulen dann mit den Softwares, die die zu lernenden Berufe auch gebrauchen.
Die moderne Zeit kommt, doch der Mensch hinkt hinterher.
Die Betriebe sehen es genauso: 90% der Unternehmen bei der Samsung Umfrage sehen die Schulen in der Pflicht, Grundlagen für eine digitalisierte Grundkompetenz zu schaffen, auf der man dann Hand in Hand weiter aufbauen kann.

Es scheint wie eine Farce: Man lehrt weiter die Dinge, die von anderen Dingen ersetzt werden und nicht mehr gebraucht werden und bringt den Leuten praktisch bei, was sie nicht brauchen.
Etwas lernen, ohne irgendwas zu lernen.

Momentan haben das einige Schulen eingesehen und das Smartphone ist ein wesentlicher Bestandteil in den Schulen, doch wir hinken deutlich hinterher.
Es zeigt sich deutlich, dass die digitalisierte Entwicklung schneller vorantreibt als die Entwicklung in den Schulen.

Kein Optimalzustand.
Die Mehrheit der Deutschen wünschen sich da Nachholbedarf, immerhin ist es wichtig für die Zukunft und kann sehr vieles vereinfachen.
Einige Stimmen befürchten eine Verdummung der Menschen, eine zu abhängige Form in die Elektronik. “Was ist, wenn die Technik nicht mehr funktioniert?“, fragen einige.
Dann wird sie entweder repariert oder neu gekauft. Die Befürchtung, dass man auf den Verlass der Elektronik später nicht mehr weiß, wie man eine Tür öffnet, ist allerdings albern.

Der Fortschritt ist gut, denn sie vereinfacht vieles und sorgt auch dafür, dass viele Menschen nicht mehr im Gegensatz zu anderen einen Knochenjob machen und ihren Körper nicht mehr kaputt machen müssen.
Zudem geht einiges viel schneller und auch präziser, denn Maschinen arbeiten immer gleich und weichen nicht davon ab.
Es sei denn, man konfiguriert die Software dementsprechend um.

Das erlaubt auch viel mehr Kreativität und Innovation, denn der Computer kann realisieren, was Menschenhände eventuell nicht schaffen können.

Doch eine der größten Fragen, die sich mir zur Zeit stellen: ist das die Chance, die Anforderungen für Ausbildungen zu verändern und wiederum andere Chancen zu schaffen?
Kann in der Zukunft jeder bald seinen Traumberuf lernen?
Die Welt ist voller Wunder. Man muss sie nur suchen. Und suchen. Und suchen.
lifestyle

Fr Apr 13, 2018 9:25 pm

Es wäre schon schön, wenn sich einiges dadurch ergeben und verbessern könnte.
Aber ich glaube, das wird eher in die andere Richtung gehen, da man bestimmt wieder hohe Voraussetzungen braucht, um die supertollen Software's bedienen zu können.
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